Donnerstag, 20. November 2014

Akureyri - Island - Kurz vorm Nordpol

Heute gibt es endlich den Bericht über unsere Reise nach Island. Unser erster Hafen war Akureyri.
Nach zwei Seetagen, die wunderbar mit Erholung und Unterhaltung gefüllt waren, erreichten wir 50 km südlich des nördlichen Polarkreises die Stadt Akureyri. Sie gilt als schönste Stadt Islands. Genau wie an den beiden Seetagen zeigte sich zuerst viel Nebel.


  Ankunft 10:30






Um 11:00 gehen wir von Bord und erkunden die Stadt. Alles was wir vor unserem gebuchten Ausflug sehen wollen ist fußläufig zu erreichen. 
Zuerst steigen wir über viele Stufen hinauf zur evangelisch lutherischen Akureyrakirkja und staunen über die schönen Reliefs an der Empore, wunderschöne Glasfenster, die in Bayern hergestellte imposante Orgel und ein von der Decke hängendes Schiff, dass die isländischen Fischer und die Fischer der Faröer auf See beschützen soll.


Danach besuchen wir den Botanischen Garten - Islands schönste Parkanlage mit alten Baumbestand. Beeindruckend fand ich den Islandmohn.


Dann ging es zum Nonnahuis, eines der ältesten Häuser der Stadt. Dort wohnte Islands berühmtester Kinderbuchautor - ich muss gestehen, ich habe noch nie von ihm gehört - wahrscheinlich weil mich die Art von Geschichten als Kind nicht interessiert haben. Ich habe lieber Hanni und Nanni gelesen.
Er schrieb auf Deutsch über seine Kindheit auf Island  und seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Es war interessant die verschiedenen Bücher dort im Museum zu sehen.. Gestorben ist er in Köln, wo man auch sein Grab auf dem Melatenfriedhof besuchen kann - da muss ich doch mal auf seinen Spuren wandeln......

Die katholische Kirche in Akureyri.


Stadtansichten



Gegen Mittag machten wir uns auf zu den bizarren Lavaformationen Dimmuborgir, den Námafjall, einem Bergrücken mit aktiven Vulkan und Hverarönd mit seinen Schlammpfuhlen und den Wasserfall Godafoss.


Mittags war die AIDA nicht mehr eingenebelt.



Dimmuborgir ist ein Lavafeld mit Überresten eines Lavasees. Der isländischen Mythologie nach leben in Dimmuborgir Elfen und Trolle. Unsere Reiseleiterin hat uns mit tollen Geschichten unterhalten.
Als Weihnachtsfan müsste ich die 13 isländischen Weihnachtsmänner besuchen, die ab 12. Dezember auftauchen, jeden Tag kommt bis Heiligabend einer dazu. Ab 25.12 verschwindet dann bis zum 6. Januar wieder täglich einer. Darüber muss ich im Advent nochmal mehr lesen.



Hveravellir kann man heiße Quellenfelder übersetzen. In diesem Gebiet tritt Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, Schwefel und andere Mineralien aus der Erde. Dort kann man mehrere langsam oder kräftig brodelnde Schlammtümpel und Schlammtöpfe sehen. seit neuestem wird Eintritt erhoben, wenn man sehr nah herangehen will. Der Geruch erreicht einen aber überall ;-))




Den Abschluss bildete die Fahrt zum Godafoss, dem Wasserfall der Götter.
Die Sage erzählt, dass um das Jahr 1000 n. Chr. nach der beschlossenen Übernahme des Christentums als Staatsreligion die letzten heidnischen Götterbilder in den Goðafoss geworfen wurden. Leider habe ich das Fenster in der Kirche nicht fotografiert, das diese Szene zeigt - ihr seht es hier http://de.wikipedia.org/wiki/Go%C3%B0afoss






Mit tollen Eindrücken über die gewaltigen Naturwunder ging es wieder auf das Schiff und wir machten uns auf den Weg nach Reykjavik.

Kommentare:

  1. Was für ein schöner Reisebericht und die vielen tollen Fotos....... einfach klasse.

    lG Petra

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  2. Ach, Island würde ich auch gern mal besuchen!
    Danke dir für die tollen Fotos.
    Viele Grüße
    Gabi

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